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Sleep is for the weak - Ein Aktivurlaub in den Bergen

Es war wieder so weit, mein Geburtstag stand an. Und wie jedes Jahr fahre ich zu dieser Zeit mit meiner besseren Hälfte weg. Dieses Jahr wussten wir überhaupt nicht wohin mit uns und deswegen buchte ich erst ganz spontan um 21.00 am Vortag vor unserer Abreise ein Hotel am Plansee, ohne es mir vorher richtig angesehen zu haben.

Als wir ankamen bemerkten wir, dass es dort nichts gab außer einen See und Natur, also keinen Supermarkt, kein Restaurant und auch sonst nichts was man machen könnte. Also beschlossen wir eine Sonnenuntergangs-Wanderung auf das Schönjöchl zu machen. Schon beim Hinaufgehen erhaschten wir immer wieder einen traumhafter Ausblick auf den Plansee und von oben ist er auf jeden Fall noch schöner anzusehen als vom Ufer.


Ganz oben angekommen konnte ich meinen Augen kaum glauben, wie schön es dort war. Die Lichtstimmung war wunderschön und wir machten gefühlte tausend Fotos. Von hier oben sieht der Plansee aus wie ein Fjord und ich fühlte mich gar nicht mehr wie in Österreich. Ganz hinten blitzte sogar noch der Heiterwanger See hervor und ich war so froh, das wir diesen wunderschönen Ausblick nur zu zweit genießen konnten. Als die Sonne dann untergegangen war, stelle ich noch das Stativ auf und wir nutzten die Ruhe für einige Paarfotos. Irgendwann war es dann einfach schon zu finster für weitere Fotos aber dann sah ich auf der gegenüberliegenden Seite rot beleuchtete Berggipfel durch die Bäume blitzen. Um dieses Naturschauspiel noch bewundern zu können, liefen wir dann sofort wieder runter um noch einen besseren Blick auf das schöne Alpenglühen zu werfen.


Der Abstieg gestaltete sich dann etwas gruselig im Finstern und wir waren froh die Stirnlampen mitgenommen zu haben. Mittlerweile waren unten beim See schon die Lichter angegangen und gegen 22.00 kamen wir dann endlich am Ufer wieder an. Durch das hohe Gras nahm ich sogar dann noch 5 Zecken als Souvenir ins Hotelzimmer mit. Und nach 5 Stunden Schlaf gings dann schon wieder weiter zum wohl berühmtesten Fotospot am Plansee, dem Bootshaus.


Das Bergpanorama verfärbte sich immer mehr ins Rot und ich genoss die Ruhe beim Stand Up Paddeln durch den fast spiegelglatten Plansee. Eine ganz dünne Schicht nebel ließ den großen See sogar etwas mystisch aussehen. Erst als ich wieder aus dem Wasser kam und nicht mehr paddelte merkte ich, wie kalt es eigentlich war. Es war immerhin erst 6.00 morgens. Danach nutzten wir noch die goldene Stunde und spazierten Richtung Heiterwanger See um dort ein bisschen was zu frühstücken. Erst beim zurückgehen zum Parkplatz kamen uns die ersten Menschen entgegen. Gemütlich fuhren wir wieder zurück und mussten dann sogar noch etwas warten, bis wir im Hotel frühstücken gehen konnten.

Nach dem Frühstück gings dann erst mal ins Bett um den verpassten Schlaf nachzuholen. Erst gegen Mittag zogs uns dann wieder zum See und wir versuchten vom einen zum anderen Ende mit dem SUP zu paddeln. Leider war der Wind so stark, dass wir für jeden Meter viel Kraft und Zeit brauchten, daher geben wir unseren Plan schnell wieder auf. Nach einem sonnenreichen Tag und einem guten Abendessen wurden wir dann nochmal mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Dieses Mal ohne Wanderung, Paddeltour oder sonstigem - wir genossen die Lichtstimmung einfach nur gemütlich vom Ufer aus. Der Wecker für den nächsten Tag war immerhin schon wieder auf 4.00 gestellt, daher hauten wir uns bald wieder in die Federn.

Am nächsten Morgen gings dann über die Grenze nach Deutschland zum Eibsee. Leider saßen wir noch im Auto als die Zugspitze und die umliegenden Berge in glühendem Rot erstrahlten aber auch vom Auto aus war es schön anzusehen. Die Morgenstunden am Eibsee waren sehr schön, auch wenn sich dort schon zahlreiche Fotografen und sogar ganze Fototeams tummelten. Wer kann es ihnen verdenken, der See ist einfach sehr fotogen!

Nach mehreren Stunden am Eibsee gönnten wir uns bereits um 11.00 ein Mittagessen direkt am See und danach gings wieder nach Hause. Ein schöner, ereignisreicher Kurzurlaub in den Bergen war zu Ende.

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